Aufforstungsprojekte: Das ist zu beachten.

Bei der Unterstützung von gemeinnützigen Projekten ist es uns ein großes Anliegen, gut informiert und sinnvoll zu spenden. Bei der Auswahl eines geeigneten Wiederaufforstung-Projekts, richten wir unseren Fokus auf folgende Kriterien:
November 18, 2020
Laura

Der Standort:

Bei der Wahl des Standortes machen für uns Aufforstungsprojekte in Tropen-Regionen am meisten Sinn, denn hier wird die Wachstumsphase nicht durch kühle Temperaturen unterbrochen. Dadurch wachsen die Bäume schneller und können somit mehr CO2 speichern. Des Weitern müssen die Besitzverhältnisse der Fläche, auf denen die Bäume gepflanzt werden, geklärt sein. Hierbei trägt nämlich die Vorgeschichte der Fläche eine bedeutende Rolle, denn oftmals haben indigene Völker Anspruch auf diese Areale, was jedoch nicht immer berücksichtigt wird. Zusätzlich wollen wir sichergehen, dass die zu bepflanzende Fläche nicht extra für die Wiederaufforstung gerodet wurde, um nun mit Spendenmodellen Geld zu machen. Ein weiterer essentieller Punkt beim Standort ist, dass die Bäume an sinnvollen Orten gepflanzt werden, um einen lokalen Mehrwert zu schaffen. Angepflanzte Bäume können zum Beispiel dazu dienen, Biotope miteinander zu verbinden, um Lebensräume von Tieren zu vergrößern. Das Kultivieren von Hängen dient der Vorbeugung von Schlammlawinen und das Setzen von Bäumen in der Nähe von Flüssen schützt beispielsweise vor Überschwemmungen.

Die Anbauweise:

Beim Anbau der Bäume ist es uns ein großes Anliegen, dass regionale, standortangepasste Baumarten gepflanzt werden. Darüber hinaus wollen wir Projekte unterstützen, die auf den Anbau von Monokulturen verzichten. Diese wachsen meist sehr schnell, sind jedoch auf lange Sicht anfälliger für Schädlinge und weniger widerstandsfähig. Deshalb wollen wir auf artenreiche Baumpflanzungen setzen, denn diese sind auch bedeutend besser für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten. Zudem sollten die Bäume nicht plantagenartig in Reihen gepflanzt werden. Es ist wesentlich vorteilhafter, wenn beim Anbau die Struktur natürlicher Wälder nachgeahmt wird und sich die verschiedenen Arten sowie das Alter der Bäume abwechseln. Divers strukturierte Bäume können Böden besser vor Erosion und Erdrutschen bewahren und Wasser besser speichern. Ein weiterer entscheidender Faktor ist, dass die Flächen möglichst sanft und nachhaltig bewirtschaftet werden, denn eine zu intensive Bewirtschaftung kann dazu führen, dass im Boden gespeichertes CO2 freigesetzt wird, was wiederum den Sinn des Projektes zunichte machen würde.

Dieses Vorhaben ist nur ein kleiner Teil, den wir zum Schutz unserer Umwelt leisten möchten. Jedoch ist uns bewusst, dass diese Maßnahme alleine niemals die Reduktion von Emissionen und den schonenden Umgang mit Rohstoffen ersetzen kann. Aus diesem Grund legen wir besonders großes Augenmerk darauf, bei uns selbst anzufangen und unsere Arbeitsweise im Hinblick auf die Ressourcenschonung laufend zu optimieren. Wir sind noch nicht an unserem Ziel, aber es freut uns, wenn ihr uns auf dieser Reise zu mehr Nachhaltigkeit, hier auf unserem Blog, begleitet :) 

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